Grüne Stadtratsfraktion beantragt Prüfung der Einführung von Schulstraßen im Umfeld von Grundschulen
An vielen Schulen und Kitas werden die Kinder mit sogenannten Eltern-Taxis gebracht und abgeholt. Das hat zu vermehrtem Verkehrsaufkommen vor den Einrichtungen geführt und damit auch zu einer erhöhten Unfallgefahr beim Ein- und Aussteigen.
Mehr Hol- und Bringverkehr vor Schulen
Immer weniger Kinder gehen zu Fuß zur Schule, weshalb dieser Hol- und Bringverkehr in den letzten Jahrzehnten auch stark zugenommen hat. Andere Länder wie z.B. Österreich haben deshalb so genannte Schulstraßen eingeführt, und auch die Stadt München hat sich kürzlich zur Einrichtung einer solchen Straße entschlossen.
Schulweg sicherer machen
Dabei werden die Straßen vor den Schulen zu Beginn und am Ende des Unterrichts für den Durchgangsverkehr gesperrt, um den Schulweg sicherer zu machen.
Die Fraktion von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN hat heute beantragt zu prüfen, ob und ggf. wo in Ingolstadt Schulstraßen bei Grundschulen im Stadtgebiet eingerichtet werden können.
Der Antrag im Wortlaut
Ingolstadt, 1. April 2025
Herrn Oberbürgermeister
Dr. Michael Kern
Rathaus
85049 IngolstadtPrüfungsantrag Schulstraßen in Ingolstadt
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
in anderen Bundesländern und außerhalb Deutschlands gibt es sie bereits, Österreich hat
schon 2022 hierfür seine Straßenverkehrsordnung geändert. Kürzlich nun hat der Mobilitätsausschuss
der Landeshauptstadt München am 19.03.2025 ebenso die Einrichtung von
Schulstraßen beschlossen. Ab dem ersten Quartal 2026 sollen im unmittelbaren Zufahrtsbereich
zu voraussichtlich zwei Grundschulen sogenannte Schulstraßen eingerichtet werden.Vor diesem Hintergrund stellt die Stadtratsfraktion von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN folgenden
Antrag
Die Stadt Ingolstadt prüft die baldmöglichste, ggf. auch nur testweise Einrichtung von
Schulstraßen im Umfeld von Grundschulen im Stadtgebiet von Ingolstadt.Begründung
An vielen Schulen sind die Elterntaxis ein Problem. Der Bring- und Holverkehr schafft
dadurch erhöhte Unfallgefahren. Die Ausweisung von Schulstraßen kann hier ein nachweisbarer Beitrag sein, um solche Gefahren – insbesondere für Schülerinnen und Schüler – zu reduzieren. Zeitweise (etwa eine halbe Stunde vor Schulbeginn und nach Unterrichtsende) für den Durchgangsverkehr (Anwohner natürlich ausgenommen) gesperrte Straßen im Umfeld von Schulen, vor allem Grundschulen, und Kitas können dazu beitragen, die Schulwege sicherer zu machen.
Im Jahr 2023 wurden in Deutschland rund 92.000 Schulwegunfälle registriert. Der Bring- und
Holverkehr ist in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen. In Deutschland wird jedes
fünfte Kind mit dem Auto zur Schule gebracht. Bei einer Schule mit beispielsweise 500
Stadt Ingolstadt Kindern sind das 100 Autos, die sich vor dem Schuleingang stauen. 1976 liefen noch 92 % der Kinder zu Fuß zur Schule, im Jahr 2018 waren es nur noch 43 %. Schon diese Zahlen zeigen, dass Schulstraßen notwendig sind.
Um die Effekte von Schulstraßen zu erproben, kann auch bei einer geeigneten (Grund-) Schule eine „Pop-Up-Schulstraße“ testweise ausgewiesen werden. Damit könnten ortsspezifische Kriterien – wie etwa Zeitfenster – für weitere Schulstraßen in der Stadt gefunden werden. Unsere Kinder, unsere zukünftigen Generationen sind es uns wert.
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