Offensive für Fassadenbegrünung Im integrierten Klimaschutzkonzept der Stadt Ingolstadt von 2022 wurde ein Förderprogramm vorgeschlagen. Danach sollten ab 2024 Maßnahmen zur Dach- und Fassadenbegrünung gefördert werden, um Dachbesitzer*innen ein Anreiz zu bieten. Dieses Förderprogramm gibt es bislang zwar nicht. Aber die Grüne Fraktion sieht die Stadt Ingolstadt in der Pflicht, ihre Bürgerinnen und Bürger zu schützen und trotz massiver Haushaltskrise in Hitzeschutzmaßnahmen zumindest bei städtischen Gebäuden zu investieren. Die Fassadenbegrünung ist dabei vergleichsweise kostengünstig und darüber hinaus auch sehr effektiv, da sie wie eine natürliche Klimaanlage funktioniert. Gerade in dicht bebauten Stadtgebieten lassen sich die Temperaturen der Fassaden deutlich senken und damit auch die Temperaturen in Innenräumen. Es ist eine wirksame Klimaanpassungsmaßnahme – und lockert das Stadtbild auf. Hier der Antrag im Wortlaut: Ingolstadt, 6. Oktober 2026 Hitzeschutzmaßnahme: Fassadenbegrünungsoffensive für Ingolstadt Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, aus einer Vielzahl von Klimaanpassungs- und Hitzeschutzmaßnahmen gehört die Fassadenbegrünung zu den effektivsten und vergleichsweise kostengünstigsten. Pflanzen können bis zu 80 % der Sonnenstrahlung abfangen. Ganz ohne Klimaanlage wird die gefühlte Temperatur gesenkt, die Luft verbessert und die Lebensqualität erhöht. Pflanzen geben über ihre Blätter Wasser ab – dabei wird der Umgebung Wärme entzogen. Diese Verdunstungskühlung wirkt wie eine natürliche Klimaanlage. Der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zufolge kann Fassadenbegrünung die Wandtemperatur sogar um bis zu 15° C senken.[1] Zudem verbessern begrünte Fassaden das Stadtbild. Sie bringen lebendiges Grün in dicht bebaute Quartiere. Aufgrund dieser positiven Effekte unterstützen viele Kommunen grüne Fassaden mit Förderprogrammen. Die Stadt Bonn beispielsweise fördert die Begrünung von Fassaden sowohl bei privaten Haushalten als […]